Freitag, 21. September 2007
Bilanzpressekonferenz am 07.09.2007 – Pressespiegel
Erstmals kein Minus – Das Sozialpädiatrische Zentrum des Kreises ist früher als geplant finanziell gesundet
Vor Jahren noch schien das Ziel in weiter Ferne zu liegen. Bis 2010, so der Wille des Kreistages, sollte das Sozialpädiatrische Zentrum des Kreises (SPZ), bekannter als Heinrich-Meng-Institut, ohne Einbußen bei der Qualität kostendeckend arbeiten. Nicht ohne Stolz verkündeten der Vorsitzende des Aufsichtsrates der kreiseigenen Gesellschaft, Ralph Bombis, und der ärztliche Leiter und Geschäftsführer, Dr. Harald Lüdicke, jetzt das Erreichen des Ziels.
Bombis: “Vier Jahre früher als geplant.”
Die medizinisch-psychologische Einrichtung für Kinder und Jugendliche hat in den vergangenen Jahren so etwas wie eine Erfolgesgeschichte erlebt, seit ihr zwar hilfreiches, aber eher beschauliches Dasein in Brühl und in der kleinen Dependance in Bergheim endete. Die Neuzeit für die Einrichtung begann in der alten Neubottenbroicher Schule, geographisch ziemlich genau in der Mitte zwischen Wesseling und Bedburg, Frechen und Kerpen gelegen. Dazu kam mit Dr. Lüdicke, Arzt für Kinder und Jugendmedizin, ein neuer Chef in die frisch gegründete gemeinnützige GmbH. Ziel: Das bis dahin vorherrschende jährliche Defizit von durchschnittlich 250.000 Euro abbauen, wenn möglich ganz. Und das bis spätestens 2010.
Neue Organisation
Dass dies nun deutlich früher gelang, liegt nach Meinung der Verantwortlichen an höheren Anmeldezahlen, die auch bedingt sind durch die zentrale Lage, aber auch an der verbesserten Organisation liegen. Die Entwicklung der vergangenen drei Jahren jedenfalls ist ““ an den Zahlen gemessen ““ beeindruckend. 2004 startete das Institut mit seinen 25 festen Mitarbeitern im frisch sanierten Schulgebäude und schloss zum Ende des Jahres mit einem Defizit von 260.000 Euro ab. 2005 zeigte die Neuorganisation erstmals Wirkung. Die Einnahmen stiegen von 877.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro und ließen das Defizit bei leicht gestiegenen Personalkosten ( 894.000 Euro ) und sonstigen Aufwendungen ( 324.000 Euro ) auf 83.000 Euro schrumpfen. 2006 dann die erste schwarze Null, genau genommen sogar ein Gewinn von 47 Euro und 24 Cent. Und Dr. Lüdicke versicherte: “Diese Bilanz ist nicht geschönt.”
Qualität verbessert
Dabei betonen er und Bombis aber, dass die Qualität der Behandlung und der Therapien ““ sie werden meist von den Krankenkassen bezahlt ““ nicht schlechter, sondern eher noch besser geworden sei. Die vier Ärzte, fünf Psychologen, acht Therapeuten der verschiedenen Richtungen und die Verwaltungsmitarbeiter bildeten ein “hochmotiviertes Team” und sorgen ständig für ein “hochwertig qualitatives Angebot in Diagnostik, Beratung und Therapie”. Damit sind auch die Schwerpunkte der Arbeit umrissen. Zum SPZ kommen Kinder und Jugendliche mit Störungen auf Auffälligkeiten aller Art: Von der Entwicklungsverzögerung über die Verhaltenstörung, spastischen Bewegungsstörungen und vieles mehr. In der Regel werden die Patienten von Kindern- und Jugendärzten oder ““psychiatern mit einer Überweisung nach Horrem geschickt. Dort entscheiden die Ärzte nach einer eingehenden Diagnose, was zu tun ist. In aller Regel können die Mitarbeiter im SPZ helfen. Nicht immer geht es dabei um medizinische Probleme, sondern oft darum, die kleinen Patienten zu stärken und die Familie besser in das soziale Umfeld zu integrieren.
erschienen: Kölner Stadt Anzeiger, Freitag, 07.09.2007, Autor: Norbert Kurth
Ausgeglichene Bilanz kommt vier Jahre zu früh – Das Sozialpädiatrische Zentrum des Rhein-Erft-Kreises alias “Heinrich-Meng-Institut” in Neubottenbroich schreibt erstmals schwarze Zahlen
Erstmals kann das sozialpädiatrische Zentrum des Rhein-Erft-Kreises, vielen besser bekannt als “Heinrich-Meng-Institut” eine positive finanzielle Bilanz vorlegen.
Dies verkündeten der Vorsitzende des Aufsichtsrates der kreiseigenen gemeinnützigen GmbH, Ralf Bombis und Harald Lüdicke, der Geschäftsführer und ärztlicher Leiter der Einrichtung.
Bis 2003 wurde die Einrichtung, die zuständig ist für die Untersuchung und Behandlung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen, drohenden oder schon vorhandenen Behinderungen, vom Kreis betrieben.
Neben der Verselbständigung des Instituts durch Gründung der gGmbH beschloss der Kreistag, den Sitz des Instituts von Brühl in die geographische Mitte des Kreises in die alte Neu-Bottenbroicher Schule zu verlegen.
Mit dem aus Hannover kommenden Arzt für Kinder- und Jugendmedizin Harald Lüdicke bekam die frisch gegründete GmbH einen neuen Chef.
“Wir haben damit kalkuliert frühestens 2010 schwarze Zahlen schreiben zu können, will sagen den jährlichen Zuschuss des Kreises von rund 260.000 Euro abzubauen” so Bombis und Lüdicke.
“Wir sind stolz darauf, dass wir es vier Jahre zuvor schon geschafft haben.” Neben der zentralen Lage und der damit verbundenen höheren Anzahl an Anmeldungen seien vor allem die Verbesserung er Öffentlichkeitsarbeit, die gute Kooperation mit niedergelassenen Ärzten ausschlaggebend für die gute finanzielle Lage des Instituts, das mit 47,24 Euro sogar einen kleinen Gewinn erwirtschaftet hat.
Die Umsatzerlöse der Einrichtung stiegen im zweiten Jahr von 877.000 auf 118.100 Euro an bei leicht steigendem Personalaufwand (von 850.000 auf 894.000 Euro und steigendem Betriebsaufwendungen (von 227.000 Euro auf 324.000 Euro).
Beide Aufwendungssarten konnten 2006 reduziert werden (Personalaufwand 858.000 Euro; sonstige 317.000 Euro) bei weiterhin steigendem Umsatz (121.400 Euro).
Ein betriebswirtschaftlich im wahrsten Sinne des Wortes denkwürdiges Ergebnis, da, das betonen Bombis und Lüdicke mit Nachruck, die Qualität der Einrichtung sich in den letzten Jahren sogar verbessert habe.
Das 25 Mann starke und nach Aussage des Chefs “hoch motivierte” Team, das sich aus zwei Ergotherapeuten, drei Logopäden, zwei Physiotherapeuten, einer Motopädin, zwei Heilpädagogen, vier Ärzten, fünf Psychologen und vier Verwaltungsmitarbeitern zusammen setzt, bietet Kindern und Jugendlichen spezialisierte Angebote in ihren Fachgebieten in jeweils eigenen Räumen mit entsprechender Ausstattung.
Darüber hinaus bietet das Institut Beratungsmöglichkeiten für Eltern junger wenig sprechender Kinder an sowie Schulungen für Eltern, deren Kinder am Aufmerksamtsdefizithyperaktivitätssyndrom (ADHS) leiden.
In den meisten Fällen werden die jungen Patienten von Kinder- oder Fachärzten an das Institut überwiesen.
Nach einer Eingangsdiagnose entscheiden die Ärzte dann, was jeweils zu tun ist. Nachdem ein Förder- und Behandlungsplan im Gespräch mit der Familie erstellt wurde, beginnt die Beratung oder Therapie.
Die Befundberichte gehen an den überweisenden Arzt mit dem ““ wie auch mit anderen die Familie betreffenden Institutionen ““ Kooperation angeboten und gepflegt wird.
26. September 2007 “Werbepost” Nummer 39

